Psychische Erkrankungen und was man dagegen tun kann. Ein Handbuch.

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"Seelenhandbuch" ist für Leute geschrieben, die wissen wollen, was psychische Störungen sind, für Leute, die selbst seelische Probleme haben, sie aus ihrer Familie oder Nachbarschaft kennen oder von Amts wegen damit zu tun haben. Dieses Buch soll ihnen helfen, mit den Kranken und ihren Schwierigkeiten umzugehen. Was hier dargestellt wird, ist das Leiden einzelner und die Schwierigkeiten derjenigen, die davon betroffen waren. Es ist damit ein einseitiges Buch, denn von der gesellschaftlichen Dimension des Problems psychischer Krankheiten ist hier nur indirekt die Rede. Eine etwaige Arzt/Patient-Beziehung sollen diese Informationen keinesfalls ersetzen, sondern sind lediglich als etwaige Unterstützung dafür gedacht.

"Seelenhandbuch" will aber mehr sein als nur ein individueller Ratgeber. Die seelischen Probleme anderer kann nur verstehen, wer seine eigenen versteht. Wenn eine Gesellschaft ihre psychisch Kranken aussondert, wenn sie versucht, sich von ihnen zu distanzieren, hat das auch etwas mit den Ängsten der «Gesunden» zu tun, die glauben, ihre Gesundheit nur dann bewahren zu können, wenn sie sich von den Kranken distanzieren.

Wenn es diesem Text gelingt, deutlich zu machen, was es mit unserer Seele und ihren Verrücktheiten, ihren Sprüngen und Rissen auf sich hat, wenn wir lernen, ohne Angst vor unserer eigenen Angst damit umzugehen, dann wäre dies ein erster Schritt dazu, dass wir selbst gesünder und reifer sein können.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Frank Matakas

Letztmals aktualisiert: 2011-10-10 15:32:29
 
Diese Webseite basiert auf dem Buch "Sprünge in der Seele" von Frank Matakas. Das Buch ist erstmals im Rowohlt Verlag erschienen und steht in überarbeiteten Auszügen hier kostenlos zur Verfügung.
 
Familienstürme: Was ist eigentlich »normal«? Eine Annäherung an die tieferen Ursachen psychotischer Zustände. Ein erfolgreicher Mann, eine treu sorgende Frau, zwei Töchter – Familie Rein ist eigentlich völlig normal. Und doch führen die Abhängigkeiten untereinander, Berge von uneingestandenen Wünschen und nicht gelebten Gefühlen scheinbar zwangsläufig ins Elend: Barbara, die älteste Tochter, arrangiert ihre (über-)Lebensstrategien in diesem Umfeld von Anfang an so, dass sie auffällig wird. Als junge Frau wird sie schwer psychotisch. Frank Matakas beschreibt an diesem fiktiven Fall – gewissermaßen der Quersumme vieler seiner Fälle als Psychiater und Psychoanalytiker –, wie sich psychische Auffälligkeiten auf der persönlichen, der familiären und der gesellschaftlichen Ebene erklären lassen könnten. Romanhaft zu lesen, packen die Schilderungen den Leser mehr als alle Fiktion: Immer wieder muss er erkennen, wie es auch um ihn selbst und das eigene Umfeld bestellt ist. Vor allem aber erweckt das Buch in ihm ein tieferes Verständnis für die Individualität und innere Ordnung anderer, erscheint sie nun krankhaft oder „normal“.

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Eine weitere Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychose hat der Autor im Internet veröffentlicht.