Sozialpsychiatrie. Sie geht davon aus, dass es für jeden psychisch Kranken wichtig ist, die sozialen Lebensbedingungen zu verbessern: Konflikte in der Familie, am Arbeitsplatz etc. müssen behoben werden. Aber diese Konflikte entstehen nicht nur, weil einer psychisch krank ist, sondern auch, weil die «Gesunden» die psychisch Kranken aussondern und als «krank» abstempeln. Die Sozialpsychiatrie versucht darum, einerseits in der Therapie mit dem Kranken neue Verhaltensweisen zu üben. Andererseits versucht sie auch, die Umwelt des psychisch Kranken zu ermutigen, ihn zu akzeptieren. Therapie bedeutet also hier, auch die Verhaltensweisen der «gesunden» Umwelt zu beeinflussen.