Psychische Erkrankungen und was man dagegen tun kann. Ein Handbuch.

Werkstatt für Behinderte

Es gibt Werkstätten für geistig, körperlich und seelisch Behinderte. Manchmal sind sie spezialisiert auf eine Form der Behinderung, in anderen Fällen nehmen sie alle Behinderten auf. Auch Behinderte haben ein Bedürfnis und Anrecht, nützliche Arbeit zu leisten. Aber die Anforderungen müssen ihrer besonderen Behinderung angepasst sein. Die Beschäftigten einer Behindertenwerkstatt werden nach ihren Leistungen bezahlt. Das kann durchaus einem normalen Gehalt entsprechen. Träger dieser Einrichtungen sind meist private gemeinnützige Vereine. Werkstätten für geistig Behinderte sind gelegentlich mit Heimen kombiniert, in denen die Behinderten leben können.

Die Absonderung von behinderten Menschen in besonderen Einrichtungen hat aber viele Nachteile. Viel besser wäre es, man würde die Behinderten in ganz normalen Betriebe, vielleicht an einem besonderen Arbeitsplatz, beschäftigen. Das Geld, das wir aufwenden, um Behindertenwerkstätten zu finanzieren, könnten wir auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Behinderte in normalen Betrieben verwenden.

Letztmals aktualisiert: 2010-06-08 11:16:07
 
Diese Webseite basiert auf dem Buch "Sprünge in der Seele" von Frank Matakas. Das Buch ist erstmals im Rowohlt Verlag erschienen und steht in überarbeiteten Auszügen hier kostenlos zur Verfügung.
 
Familienstürme: Was ist eigentlich »normal«? Eine Annäherung an die tieferen Ursachen psychotischer Zustände. Ein erfolgreicher Mann, eine treu sorgende Frau, zwei Töchter – Familie Rein ist eigentlich völlig normal. Und doch führen die Abhängigkeiten untereinander, Berge von uneingestandenen Wünschen und nicht gelebten Gefühlen scheinbar zwangsläufig ins Elend: Barbara, die älteste Tochter, arrangiert ihre (über-)Lebensstrategien in diesem Umfeld von Anfang an so, dass sie auffällig wird. Als junge Frau wird sie schwer psychotisch. Frank Matakas beschreibt an diesem fiktiven Fall – gewissermaßen der Quersumme vieler seiner Fälle als Psychiater und Psychoanalytiker –, wie sich psychische Auffälligkeiten auf der persönlichen, der familiären und der gesellschaftlichen Ebene erklären lassen könnten. Romanhaft zu lesen, packen die Schilderungen den Leser mehr als alle Fiktion: Immer wieder muss er erkennen, wie es auch um ihn selbst und das eigene Umfeld bestellt ist. Vor allem aber erweckt das Buch in ihm ein tieferes Verständnis für die Individualität und innere Ordnung anderer, erscheint sie nun krankhaft oder „normal“.

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Eine weitere Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychose hat der Autor im Internet veröffentlicht.