Psychische Erkrankungen und was man dagegen tun kann. Ein Handbuch.

Schwerbehindertenausweis

Schwerbehinderte. Als schwerbehindert gilt, wer infolge einer dauerhaften körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung einen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 hat. Schwerbehinderte können einen Schwerbehindertenausweis beim Versorgungsamt oder den Kommunalverwaltungen beantragen. Sie haben je nach Schwerbehinderung nicht nur besonderen Schutz im Arbeitsleben (Kündigungsschutz), sondern können auch bestimmte Vergünstigungen in Anspruch nehmen:  Steuerermäßigungen, zusätzlichen Urlaub, eventuell finanzielle Hilfen zu Schulbesuch und Ausbildung, ggfls. Ermäßigungen zur Teilhabe am öffentlichen Leben. Das wichtigste ist, dass alle Schwerbehinderten einen Anspruch auf Rehabilitation haben, wenn Aussicht besteht, dass dadurch die Lebens- und Arbeitsfähigkeit wesentlich verbessert wird. Jedoch ist es im Einzelfall schwierig zu sagen, wer die Kosten zahlt, ob Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitsagentur oder Sozialamt. Dazu muss man sich beraten lassen.
Eltern, die ein schwerbehindertes Kind haben, können ebenso Hilfe in Anspruch nehmen. In Betracht kommen u.a.: Förderung durch spezielle Einrichtungen, Hilfe im Haushalt und zur Pflege, besondere Freibeträge bei der Steuer, unentgeltliche Beförderung durch öffentliche Verkehrsmittel etc. Der LVR und die freien Wohlfahrtsverbände geben Ihnen Auskunft über die besonderen Fördermöglichkeiten behinderter Kinder, beispielweise bei der Wahl der geeigneten Schule. Je nach Grad der Behinderung  bekommt das Kind einen Schwerbehindertenausweis vom Versorgungsamt.
info: www.versorgungsaemter.de
oder: Familienratgeber.de
Auskunft erhält man auch über die Gesundheitsämter und die Sozialhilfeträger.

Letztmals aktualisiert: 2010-06-08 11:03:33
 
Diese Webseite basiert auf dem Buch "Sprünge in der Seele" von Frank Matakas. Das Buch ist erstmals im Rowohlt Verlag erschienen und steht in überarbeiteten Auszügen hier kostenlos zur Verfügung.
 
Familienstürme: Was ist eigentlich »normal«? Eine Annäherung an die tieferen Ursachen psychotischer Zustände. Ein erfolgreicher Mann, eine treu sorgende Frau, zwei Töchter – Familie Rein ist eigentlich völlig normal. Und doch führen die Abhängigkeiten untereinander, Berge von uneingestandenen Wünschen und nicht gelebten Gefühlen scheinbar zwangsläufig ins Elend: Barbara, die älteste Tochter, arrangiert ihre (über-)Lebensstrategien in diesem Umfeld von Anfang an so, dass sie auffällig wird. Als junge Frau wird sie schwer psychotisch. Frank Matakas beschreibt an diesem fiktiven Fall – gewissermaßen der Quersumme vieler seiner Fälle als Psychiater und Psychoanalytiker –, wie sich psychische Auffälligkeiten auf der persönlichen, der familiären und der gesellschaftlichen Ebene erklären lassen könnten. Romanhaft zu lesen, packen die Schilderungen den Leser mehr als alle Fiktion: Immer wieder muss er erkennen, wie es auch um ihn selbst und das eigene Umfeld bestellt ist. Vor allem aber erweckt das Buch in ihm ein tieferes Verständnis für die Individualität und innere Ordnung anderer, erscheint sie nun krankhaft oder „normal“.

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Eine weitere Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychose hat der Autor im Internet veröffentlicht.