Psychische Erkrankungen und was man dagegen tun kann. Ein Handbuch.

Krankenpfleger bzw. Krankenschwestern

Krankenpfleger bzw. Krankenschwestern müssen für ihre Ausbildung drei Jahre eine anerkannte Krankenpflegeschule besuchen. Dabei steht die Unterrichtung über körperliche Krankheiten im Vordergrund. Eine Spezialisierung als Krankenpflegekraft in der Psychiatrie kann nach der normalen Ausbildung in einem mehrjährigen Kursus berufsbegleitend gewonnen werden. In diesen Kursen wird vor allem vermittelt, wie der Umgang mit psychisch Kranken therapeutisch genutzt werden kann. Sie lernen dort Gesprächsführung, Verständnis für seelische Probleme, Kenntnisse über soziale Hilfen usw. Die Schwestern bzw. Pfleger werden nach Absolvierung eines solchen Kurses Fachschwester bzw. Fachpfleger für Psychiatrie.

Aufgabe der Schwestern bzw. Pfleger ist im Krankenhaus die Gestaltung des Tagesablaufs, in der Praxis oder anderen ambulanten Diensten Beratung und Hilfe. Sie gewährleisten eine fürsorgliche Betreuung in der Klinik oder sind Stütze im häuslichen Leben. Die körperliche Pflege steht in der Psychiatrie naturgemäß im Hintergrund. Für die kann und soll der Patient selbst sorgen, damit er seine Selbständigkeit bewahrt. Er braucht dagegen das Gefühl, in einer beschützten und verständnisvollen Umgebung zu sein.

Krankenpflegekräfte können Medikamente nur auf Anordnung eines Arztes austeilen, niemals selbst verordnen. Sie dürfen Spritzen intramuskulär (zum Beispiel in den Po) und subkutan (unter die Haut) geben. Sie können Blut abnehmen und Untersuchungen einfacher Art durchführen (Blutdruck, Temperatur messen, EKG ableiten etc).

Letztmals aktualisiert: 2010-06-08 11:08:11
 
Diese Webseite basiert auf dem Buch "Sprünge in der Seele" von Frank Matakas. Das Buch ist erstmals im Rowohlt Verlag erschienen und steht in überarbeiteten Auszügen hier kostenlos zur Verfügung.
 
Familienstürme: Was ist eigentlich »normal«? Eine Annäherung an die tieferen Ursachen psychotischer Zustände. Ein erfolgreicher Mann, eine treu sorgende Frau, zwei Töchter – Familie Rein ist eigentlich völlig normal. Und doch führen die Abhängigkeiten untereinander, Berge von uneingestandenen Wünschen und nicht gelebten Gefühlen scheinbar zwangsläufig ins Elend: Barbara, die älteste Tochter, arrangiert ihre (über-)Lebensstrategien in diesem Umfeld von Anfang an so, dass sie auffällig wird. Als junge Frau wird sie schwer psychotisch. Frank Matakas beschreibt an diesem fiktiven Fall – gewissermaßen der Quersumme vieler seiner Fälle als Psychiater und Psychoanalytiker –, wie sich psychische Auffälligkeiten auf der persönlichen, der familiären und der gesellschaftlichen Ebene erklären lassen könnten. Romanhaft zu lesen, packen die Schilderungen den Leser mehr als alle Fiktion: Immer wieder muss er erkennen, wie es auch um ihn selbst und das eigene Umfeld bestellt ist. Vor allem aber erweckt das Buch in ihm ein tieferes Verständnis für die Individualität und innere Ordnung anderer, erscheint sie nun krankhaft oder „normal“.

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Eine weitere Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychose hat der Autor im Internet veröffentlicht.