Die Schockbehandlung wurde in den dreißiger Jahren erfunden. Sie wurde anfangs sehr häufig, ganz bestimmt zu häufig, angewandt. In den letzten Jahren sind die Psychiater etwas vorsichtiger geworden. Heute wird im wesentlichen nur noch der Elektroschock benutzt. Dem Patienten werden Elektroden an den Kopf gesetzt. Durch das Gehirn wird ein Stromstoß geleitet. Das Gehirn wird dadurch erregt, so dass der Patient einen Krampfanfall bekommt, der einem epileptischen Anfall gleicht. Der Patient ist dabei narkotisiert. Meist wird eine Serie von drei bis zehn solcher Schocks verabreicht, mit einem Abstand von einem bis zu mehreren Tagen.
Ob die Elektroschockbehandlung bei psychischen Krankheiten überhaupt wirksam ist, darüber ist der Streit der Wissenschaftler immer noch nicht beendet. Aber eindeutige Belege zur Wirksamkeit gibt es nicht.