Psychische Erkrankungen und was man dagegen tun kann. Ein Handbuch.

Schockbehandlung

Die Schockbehandlung wurde in den dreißiger Jahren erfunden. Sie wurde anfangs sehr häufig, ganz bestimmt zu häufig, angewandt. In den letzten Jahren sind die Psychiater etwas vorsichtiger geworden. Heute wird im wesentlichen nur noch der Elektroschock benutzt. Dem Patienten werden Elektroden an den Kopf gesetzt. Durch das Gehirn wird ein Stromstoß geleitet. Das Gehirn wird dadurch erregt, so dass der Patient einen Krampfanfall bekommt, der einem epileptischen Anfall gleicht. Der Patient ist dabei narkotisiert. Meist wird eine Serie von drei bis zehn solcher Schocks verabreicht, mit einem Abstand von einem bis zu mehreren Tagen.

Ob die Elektroschockbehandlung bei psychischen Krankheiten überhaupt wirksam ist, darüber ist der Streit der Wissenschaftler immer noch nicht beendet. Aber eindeutige Belege zur Wirksamkeit gibt es nicht.

Letztmals aktualisiert: 2010-06-08 11:07:07
 
Diese Webseite basiert auf dem Buch "Sprünge in der Seele" von Frank Matakas. Das Buch ist erstmals im Rowohlt Verlag erschienen und steht in überarbeiteten Auszügen hier kostenlos zur Verfügung.
 
Familienstürme: Was ist eigentlich »normal«? Eine Annäherung an die tieferen Ursachen psychotischer Zustände. Ein erfolgreicher Mann, eine treu sorgende Frau, zwei Töchter – Familie Rein ist eigentlich völlig normal. Und doch führen die Abhängigkeiten untereinander, Berge von uneingestandenen Wünschen und nicht gelebten Gefühlen scheinbar zwangsläufig ins Elend: Barbara, die älteste Tochter, arrangiert ihre (über-)Lebensstrategien in diesem Umfeld von Anfang an so, dass sie auffällig wird. Als junge Frau wird sie schwer psychotisch. Frank Matakas beschreibt an diesem fiktiven Fall – gewissermaßen der Quersumme vieler seiner Fälle als Psychiater und Psychoanalytiker –, wie sich psychische Auffälligkeiten auf der persönlichen, der familiären und der gesellschaftlichen Ebene erklären lassen könnten. Romanhaft zu lesen, packen die Schilderungen den Leser mehr als alle Fiktion: Immer wieder muss er erkennen, wie es auch um ihn selbst und das eigene Umfeld bestellt ist. Vor allem aber erweckt das Buch in ihm ein tieferes Verständnis für die Individualität und innere Ordnung anderer, erscheint sie nun krankhaft oder „normal“.

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Eine weitere Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychose hat der Autor im Internet veröffentlicht.