Unter Rehabilitation versteht man das Wiedererlernen verlorengegangener Fähigkeiten. Patienten, die eine schwere Psychose durchgemacht haben, haben oft Schwierigkeiten, die nötige Ausdauer für die Arbeit aufzubringen. Das Training dieser Fähigkeiten ist Rehabilitation. Rehabilitation ist erst möglich, wenn die Krankheit überwunden oder zum Stillstand gekommen ist. Sie macht aus dem Kranken wieder eine Persönlichkeit, die selbständig leben kann. Sie hat also hohen Wert; denn was nützt es, wenn jemand gesund ist, aber nicht die Fähigkeit hat, ein selbständiges Leben zu führen?
Man unterscheidet medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation. Unter medizinischer Rehabilitation versteht man ein Training körperlicher Fähigkeiten, also zum Beispiel das Training nach einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder ähnlichem. Die medizinische Rehabilitation wird von den Krankenkassen bezahlt. Für psychisch Kranke kommt oft eine soziale Rehabilitation in Betracht. Man versteht darunter das Training sozialer Fähigkeiten. Sie wird meist vom Sozialamt oder der Rentenversicherung bezahlt. Berufliche Rehabilitation, wozu auch die Umschulung gehört, wird vom Arbeitsamt bezahlt.
Für die Rehabilitation gibt es Spezialeinrichtungen, zum Beispiel das Berufsförderungswerk. Viele psychiatrische Krankenhäuser besitzen kleine Rehabilitationseinrichtungen. Die Rehabilitation von psychisch Kranken ist eine Maßnahme, die meist nicht von den Krankenkassen, sondern von den Rentenversicherungen bezahlt wird. Es gibt hierzu aber sehr komplizierte und unterschiedliche Bestimmungen, die in jedem Einzelfall geprüft werden müssen.